Tag 31 (20.02.) – Hauptsache Sonne

Ponferrada – Villafranca del Bierzo (25 km) 

Trotz Muskelkater von den Zehenspitzen bis in die Pobacken fühlte ich mich heute morgen der kommenden Etappe gewachsen. Aber 25 km sehe ich inzwischen auch nicht mehr als sehr weit an. Ein ehemaliger Trainer sagte immer Muskelkater geht am Besten weg durch Bewegung. Und diese Prophezeiung erfüllte sich auch heute – zumindest am Anfang. Ich lief kurz nach 7 Uhr los und schon nach kurzer Zeit hatten sich meine Muskeln wieder an die Bewegung gewöhnt. Doch kurz vor Villafranca verwarf ich den Plan noch mehr als die 25 km (weil sie ziemlich schnell rumgegangen waren) zu laufen, da sich mein rechter Oberschenkel immer mehr sperrte. Eine Art Blockade oberhalb, die auch nach einer Pause, Lockerung und etwas Massage nicht wirklich weg ging. Doch die Schmerzen fand ich nicht weiter schlimm, ich habe gelernt wie wie einfach da sein zu lassen und nicht zu verurteilen. So genoss ich die schöne Natur, die sich gegen Ende in Weinbergen und leichter Bewaldung der Hügel im Sonnenschein zeigte. Am Anfang führte der Weg nicht ganz so attraktiv erst durch langgezogene Ortschaften und dann im Nebel durch Weinberge. Gegen 1 kam ich als Erste an der Herberge an. Wurde mit Kaffee und kleinen belegten Broten nett empfangen. Der Schlafsaal befindet sich in einer Art Scheune, doch ich sicherte mir ein Bett unten an der einzigen Heizung, von daher ist die fehlende Isolierung nicht schlimm und auch die nicht so exelenten sanitären Anlagen sind mir heute egal. Zum ersten Mal auf meiner Pilgerreise begegnen mir hier nach Frauen und Männern getrennte Schlafräume, schnarchende Männer bleiben mir also heute Nacht erspart.  Jetzt genieße ich die Sonne im Hof – Sonne und sitzen, was will man mehr? Inzwischen sind noch andere 3 Pilgerer, unter ihnen auch Oliver, eingetroffen. Das Wetter zeigt sich am Nachmittag nun nach dem Nebel am Vormittag von seiner besten Seiten. 

„Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.  Er weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen.  Er gibt mir neue Kraft. Er leitet mich auf sicheren Wegen… “ Psalm 23, 1-3 – auch der heutige Vers passt wieder, es scheint als würde die App meinen Weg kennen. Gott kennt ihn auf jeden Fall. 

Ganz Liebe Grüße aus der Sonne 😉 

Der Blick zurück auf die Berge und Stadt:


Der Weg im Nebel:

Die Landschaft:

Camino Frances ist, wenn 2 km vor dem Dorf ein Taxischild steht :p

Das Dorf:

3 Gedanken zu “Tag 31 (20.02.) – Hauptsache Sonne

  1. Vielleicht hast du ja morgen wieder neue Kraft für den camino duro, es lohnt sich auf jeden Fall und dann in die Herberge in Ruitelan zu dem Heilpraktiker, der kann sich um jeden Muskel kümmern. Auf jeden Fall dir einen guten Tag. Von Ralph

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    1. Ja ich fühle mich dem gewachsen und bei der Sonne heute denke ich ist es einfach nur wunderschön 🙂
      Danke, wünsche ich dir heute auch, nach dem nervenaufreibenden Tag gestern 😉

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