Ein Hallo

Lebenszeichen…
Ich sende ein Zeichen, ich sende ein Hallo aus meinem Leben.
Ja seit Februar war ich hier nicht mehr wirklich aktiv, ja auch nicht passiv unterwegs. Mein Leben bot einfach zu viel auf was ich mich konzentrieren musste. Es hat sich viel verändert in den 7 Monaten, es hat sich viel verändert im Jahr 2018. Ich bin weitergelaufen, hab mich weiterentwickelt und zurückgelassen, habe mich Stücke mehr gefunden und bestimmt auch verändert.
Derzeit kehrt etwas Ruhe ein – hoffe ich… Das Chaos im Kopf reicht mir so langsam.
Was hat sich verändert? Viel zu viel… Irgendwie bin ich noch die Alte aber trotzdem ist alles neu. Deswegen überforderte mich die Frage die ganzen letzten Male an denen ich anfangen wollte wieder zu schreiben… Denn ich finde keinen Anfang, weiß nicht wo ich beginnen soll. Doch bevor ich wieder nicht beginne und weiter dem Wunsch, wieder zu schreiben, hinterherhänge fange ich einfach im letzten Jahr an. Wo die wohl größte Veränderung in meinem Leben begann.
Es war der 27. 12. 2017 und ich befand mich auf einer Behindertenfreizeit in Köln. Auf ebendieser Freizeit gab es eine Teamerin mit welcher ich am liebsten die ganze Zeit zusammen sein wollte, bei welcher es schwer war keinen körperlichen Kontakt zu suchen. Eine Teamerin welche bei Kontaktaufnahmen erwiderte.
Ich sah sie.
Dachte zuerst wir stoßen uns ab – dachte unsere Fassaden kollidieren.
Sie – das Selbstbewusstsein in Person.
Sie – Außen so unantastbar und innerlich so zerbrechlich.
Sie – Für mich Außen und Innen schön und faszinierend ohne Vorgaben oder Erwartungen.
Sie erlaubte mir hinter ihre Fassade zu blicken und brachte meine zum Einsturz.
Sie macht mich schwach und gibt mir doch umso mehr Stärke.
Sie lässt mich fühlen was ich noch nie fühlte.
Sie bringt mein Herz zum kribbeln.
Sie zieht mich an.
Im Märchen hieße es magisch, ich nenne es unfassbar und wunderschön.
Die Fassaden harmonieren und in unserem Inneren scheinen Magnete aufeinander gepolt zu sein.
Manchmal beinahe unerträglich wundervoll zieht sie mich in ihren Bann.
Sie lässt mich hoffen und freuen.
Sie bringt Herz und Bauch eine Unruhe – eine Unruhe, die jedoch von glücklicher Stimmung begleitet wird.

1.1.18
Innere Grenzen verschwammen.
Es war ein zaghaftes Annähern begründet auf unerklärbarem Erleben.
Regen und Nacht vereinten sich in einer aufgewühlten Ruhe.
Wir umarmten uns. In der Luft wisperte eine Spannung und in meinem Kopf der plötzliche Gedankenaufmarsch: Soll ich, soll ich nicht? – ich will es doch oder?
Also fragte ich in die Umarmung: Darf ich dich küssen? Aus der Stille sprach das Ja.
Durch geschlossene Augen umgab mich Dunkelheit. Unsere Lippen berührten sich – sanft und weich spürte ich ihre Lippen auf meinen.
Ich atmete ihr Leben, es schmeckte nach Zigarette und Bier.
In dem Moment zählten keine Zweifel, sondern nur das Bemerken ihres Erwiderns.

So sind Becci und ich jetzt schon gute 9 Monate ein Paar und es ist immer noch unbegreifbar für uns Beide. Ich die sich als beziehungsunfähig beschrieb und fest davon überzeugt war. Dachte ich doch, dass die Liebe und generell Gefühle nichts für mich sind, war ich mir doch schon fast sicher mir ein Kloster auszusuchen. Und jetzt konnte noch nicht einmal eine Fernbeziehung die Gefühle aufhalten, die sich scheinbar vermehrt haben. 300 Kilometer trennen uns und werden es wohl auch noch mindestens 1 Jahr bis auch sie ihr Studium beendet hat.

Wobei wir wieder bei meinem Lebensweg wären… Ich bin nun keine Studentin mehr, habe meinen Bachelor in der Tasche und arbeite 500 km entfernt von meinem Studiumsort entfernt in einem Kinderhaus. Besagtes Kinderhaus befindet sich 15 min Autofahrt von der Nordsee entfernt. Seit April lebe ich mich nun schon dort oben ein. Aus dem Thüringer Wald aufs flache Land… Es war echt so, dass ich zu Beginn die Berge immer unterbewusst als Anhaltspunkte gesucht habe – gefunden nie. Inzwischen jedoch ist das Bild der Landschaft hier oben schon fast selbstverständlich. Es ist in jedem Fall ein rauskommen und Neuanfang hier oben gewesen…PicsArt_04-03-08.20.36.png

Ja als Ossi wohn ich nun in Ostfriesland. Es gefällt mir hier oben, die Arbeit macht mir Freude auch wenn es oft stressig ist, mein Leben unter einen Hut zubekommen. Zumindest habe ich neben der Vollzeitstelle nun keine Bachelorarbeit zu schreiben. Das große Aber was es derzeit schwer macht oben zu wohnen, ist das Becci einfach nicht da ist. Das Lieben so verdammt weh tun kann, weil ich sie vermisse, hätte ich nie geglaubt, wenn ich es nicht jedes Mal fühlen würde. Jedoch schaffen wir es sehr gut uns beinahe wöchentlich zu sehen. Die Liebe und ich, Gefühle und ich, dass ich all das mal in einem Satz erwähnen würde hätte ich letzte Jahr nicht geglaubt und dieses Jahr ist es schon fast Routine, wenn auch immer noch fremd.

Soweit erstmal wieder ein Lebenszeichen von mir, ein Anfang, obwohl es soviel gibt was ich noch schreiben könnte, doch ich will langsam anfangen. Und das habe ich mir fest vorgenommen wieder zu tun.

Auf jeden Fall sende ich heute ganz Liebe Grüße an alle da draußen, an alle die das hier lesen!

19 Gedanken zu “Ein Hallo

  1. Wie schön, dass Du wieder da bist, liebe Elli!!! Und noch schöner: Dass Deine Beziehung zu Becci die ganze Zeit Bestand hatte und hat. – Ich glaube Dir sehr, dass es nicht einfach ist mit den vielen Kilometern dazwischen – aber es ist so toll, dass Ihr Euch weiterhin habt. Ich glaube zwischen Deinen Zeilen lesen zu können, dass Du stärker und selbstbewusster durch Eurer Gemeinsamsein geworden bist.

    Nun atmest Du also auch salzige Meeresluft …. – ich wünsche Dir alles, alles Liebe und freue mich hier wieder von Dir lesen zu dürfen,.

    Herzlich liebe Grüße an Dich!

    Gefällt 3 Personen

  2. Hallo Eli,
    es ist so schön von dir zu lesen.🐞 Von mir die besten Glückwünsche zu all dem Positiven und Glück, was dir begegnet ist. Ich freue mich sehr für dich.
    Ostfriesland ist wunderschön. Ich liebe diese Gegend. Genieße deine tolle Zeit und pass bitte auf dich auf.
    Alles Liebe 🌻
    Michaela

    Gefällt 1 Person

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