Tschüss Weihnachten

Unreal, so imaginär scheint es mir – die Adventszeit, Weihnachten, das übertriebene Schlemmen – es ist vorbei. Es kommt mir alles so unwirklich vor… Die Weihnachtstage sind vorbei, morgen fahre ich nach Köln als Betreuerin auf eine Behindertenfreizeit. Das Jahr ist so gut wie vorbei… Eben hatte ich doch noch Bedenken und nun? Ist es vorbei – Tschüss Weihnachten, es war schön mit dir!

Ja, die letzten Tage waren schön, sie waren weihnachtlich. Das zu schreiben tut verdammt gut. Waren doch die Bedenken davor so groß. Berechtigt ja, aber auch in machen Aspekten zu groß. Es gab doch Lachs an Heiligabend, dank meiner einen Oma, die meinen Special-Wunsch umgesetzt hat. Weiterhin kann ich behaupten jede Mahlzeit der letzten Tage genossen und das mag was heißen. Ich musste zwar manchmal aushalten, weil Doris schrie, aber dennoch bereue ich (ich und nicht Doris) keinen Bissen. Nein sagen, wenn ich satt bin habe ich umsetzen können. Doch genug jetzt von diesem Essensthema… Die Beschäftigung mit diesem Thema ist dieses Jahr deutlich spürbar gesunken.

Ich habe ihn gespürt den Geist von Weihnachten. Ab dem ersten Gottesdienst am 24. kämpfte er sich immer wieder in den Vordergrund in meinem Erleben, in unserem Haus und in kurze Begegnungen mit den Menschen um mich. Der Geist trägt den Namen Miteinander. Wir feierten gemeinsam in der Familie. War der 24.12. erstmal gemeistert mit Krippenspielen in 3 verschiedenen Orten kehrte das gemeinsam Feiern ein. Es wurden Spiele gespielt, gemeinsam erzählt oder fern geschaut. Ich habe ihn gespürt in der Ruhe, die ab und an auftauchte, die unserem Haus doch viel zu oft fern ist. Ich habe ihn gespürt in dem Lachen, dass selten so rein und laut ist, wie es in den letzten Tagen war. Ich bin dankbar für das Miteinander. Ich habe Freude gespürt. Im Teilen der Freude habe ich Weihnachten gefühlt. Es ist ein Fest, welches doch gerne gefeiert wird. Ich habe es dieses Jahr erlebt als Entschleunigung, wieso beschleunigt es so viele Menschen davor? Ich habe es erlebt als Ruhe, wieso beunruhigt es davor so viele Menschen? Ich habe es erlebt als eine Zeit des Friedens, wieso bringt es vielen Menschen davor Unsicherheit und Angst? Jeden Weihnachtstag besuchte ich mindestens einen Gottesdienst, wieso wurde davon nicht gepredigt? Es wurde gepredigt von gegenseitiger Liebe und Hoffnung, von Gottes Sohn der das vereint. Heute habe ich bei mir gedacht, vielleicht sollte man manchmal einfach seine Befürchtungen über Bord werfen und die Zeit feiern die vergeht – auch wenn sie beim Monopoly ziemlich schnell vergeht, dass kann ich nach 3 Tagen Erfahrung bestätigen.

Die letzten Tage haben mir gezeigt, dass ich mich über das Miteinander freuen kann, auch wenn es nicht immer einfach ist. Ich habe gesehen, das es Auszeiten gibt. So war der Trennungskrieg bei meiner Tante, die mit ihrer Familie zu Besuch fast vergessen und auch Doris war beim Stollenessen leise.

Weihnachten ist toll, es ist ein Fest der Hoffnung und der Liebe und nicht nur begrenzt für drei Tage. Das Ablaufdatum von Weihnachten ist unendlich, doch genauso wie einige Lebensmitteln wird es vergessen – doch zum Glück wird es wieder kommen.

Nun steht der Start ins neue Jahr an. Mein Koffer ist gepackt, ich freue mich auf die Tage, die kommen. Ich freue mich auf Menschen, die mir in den letzten Jahren schon auf den Freizeiten ans Herz gewachsen sind. Ich freue mich darauf ich zu sein, auf eine bestimmte Art und darauf das zu tun was ich mag.

Ich wünsche euch schonmal einen guten Rutsch in ein hoffnungsvolles neues Jahr. Ein Jahr, dass alles sein kann: Ein Neuanfang, ein Ende, ein Weiter oder ein Ungewiss – oder alles zusammen.

Ich wünsche euch dabei viel Kraft und nur das Beste!

Eure Elli 😉

4 Gedanken zu “Tschüss Weihnachten

  1. Ich bin so bewegt, liebe Elli! Dass Du das Weinachtsfest zu erleben konntest, so erlebt hast, ist zauberhaft.

    „Das Ablaufdatum von Weihnachten ist unendlich …“ –

    Du denkst wie ich. Ja, das tust Du. Du wirst jetzt keine Zeit mehr haben, meinen gestrigen Text zu lesen, aber in ihm komme ich genau zu dieser Erkenntnis. Und dazu, zu bekräftigen, mich bemühen zu wollen, dafür zu leben. – Mein Text ist ganz sicher nicht „predigtreif“, aber ich verstehe ihn und meine Konsequenz als Einladung für andere.

    Dein Text hier ist das auch, auf andere Weise, aber genau in dem Sinne …

    Ich wünsche Dir eine Freizeit mit vielen guten Begegnungen und Eindrücken für Dich, ich wünsche Dir einen freud- und stimmungsvollen Jahreswechsel. Ich begleite Dich, und werde am 31. um 24.00 Uhr einen Gedanken ganz für Dich haben.

    Du gehörst zum schönsten und wertvollsten was ich aus diesem Jahr ins neue mitnehmen darf.

    Gottes Segen für Dich und von mir nur meine liebsten Grüße! ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Sternflüsterer, ich bin berührt von deinen Worten! Vll finde ich morgen auf der Zugfahrt Zeit deine Zeilen hier und auch die andere Nachricht (leider war es mir noch nicht möglich diese zu lesen und zu beantworten) zu lesen. Ich bin gespannt, wenn du schreibst, das du zu demselben Ergebnis kommst.
      Auch ich bin sehr froh darüber dich hier sozusagen gefunden zu haben und wünsche dir, dass Gott auch im nächsten egal was kommt seine Hand unter dir halten möge und seine Sterne weiter über dir stehen! ❤

      Gefällt 1 Person

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