Adventskalender Tag 24

24.

Heute zünden die Kinder die vierte Kerze an, die Adventszeit ist zu Ende und es ist Weihnachten. ´Stimmt nicht´ sagt Frau Mama den Kindern beim Frühstück: ´Erst heute Abend fängt Weihnachten an.´ Da wurde der Heiland, der den Namen Jesus trägt, vor ganz vielen Jahren geboren. Das ist der Sohn von Gott. Und Gott ist der, der die ganze Welt gemacht hat, das hat Frau Mama mal wann anders so gesagt. Auf jeden Fall schickt Gott, der nicht auf der Erde wohnt, seinen Sohn auf die Welt, damit er den Menschen hilft. Jesus kommt, obwohl er so besonders ist, als armes, kleines Baby in einer Krippe auf die Welt. Er hat nichts außer der Liebe von Gott und von seinen Eltern, die Gott beauftragt hat sich um Jesus zu kümmern. Das Kind soll die Liebe von Gott zu den Menschen bringen und Frieden und Vergebung zeigen, weil die Menschen nicht immer alles richtig machen, aber Gott möchte trotzdem Jedem seine Liebe schenken. Durch seinen Sohn kommt Gott selbst in die Welt und er will für jeden, auch die, die ihn nicht kennen, da sein und auch für Katzen und andere Tiere. Und weil das so toll ist freut man sich zu Weihnachten darauf und macht alles hell bis Jesus Helligkeit bringt. Ich denke das mit der Liebe Gottes und dem da sein ist wie, wenn meine Familie mir etwas von ihrem Essen abgibt oder mich streichelt, da merke ich, dass sie mich mögen. Jesus kommt als kleines Kind, in die Welt und deswegen ist es wahrscheinlich egal, wie viel man abgibt oder wie viele Lichter man hat, Hauptsache sie leuchten. ´Diesen ersten Abend von Weihnachten nennt man Heiligabend´, erzählt Frau Mama. Der heißt bestimmt heilig, weil er so toll ist, weil man feiert, dass der Heiland geboren wurde und weil es da was Tolles zu essen gibt und sich die Kinder immer total über die Kartons unter dem Baum freuen. Obwohl erst heute Abend Weihnachten ist, hören wir jetzt auch schon Weihnachtslieder, das hat vermutlich auch was mit dem bereit machen zu tun. Die Lichter der Nachbarn waren sonst tagsüber aus, weil es da ja hell genug ist, aber heute blinken die Lichter sogar tagsüber. Herr Papa sagt, dass er dazu nichts mehr sagt. Heute ist ein toller Tag. Nach dem Mittag spielen die Kinder mit mir und die ganze Wohnung duftet und es riecht nach Freude. Jetzt wird es schon langsam dunkel und die Familie geht in die Kirche, um Jesus, Gottes Geschenk, zu feiern. Huch, warum ist es denn draußen auf einmal ganz dunkel? Die Lichter sind ja aus – alle Lichter, auch unsere schönen weißen. Die ganze Straße ist nun dunkel. Finde ich aber gar nicht so schlimm, jetzt kann ich mich wenigstens wieder ans Fenster setzen und schauen wann meine Familie heimkommt, hoffentlich finden die den Weg auch wenn kein Licht mehr brennt. Oh, da kommen sie. Sie laufen mit den Nachbarn zusammen. Nun kommt meine Familie ins Haus. Doch sie machen nicht wie sonst das Licht an – komisch, die sehen doch im dunkel nicht so gut wie ich. ´Der Strom ist wirklich ausgefallen´, sagt Herr Papa. Frau Mama holt Kerzen und zündet sie an. ´Dann gibt es heute halt kalte Wiener und Kartoffelsalat´, sagt sie. Dann stellt sie Teller auf den Tisch – das sind doch aber viel zu viele. Jetzt klingelt es. Wer wohl kommt? Was machen denn die Nachbarn von gegenüber und die von schräg gegenüber hier? Die bringen Plätzchen, noch andere Schüsseln und Kerzen und stellen alles auf den Tisch und setzen sich. Haben die im Dunkeln ihr Haus nicht gefunden? ´Vielen Dank, dass wir mit ihnen feiern dürfen´, sagt eine Nachbarin. ´Es scheint als hätten wir es dieses Jahr mit dem Weihnachtsschmuck etwas übertrieben´, sagt ein Nachbar. ´Zusammen ist es doch viel fröhlicher und wir haben wenigstens noch einen warmen Ofen´, sagt Herr Papa. ´Und durch euer Essen und die Kerzen haben wir viel mehr Auswahl und Licht, als wenn jeder einzeln feiern würde´, sagt Frau Mama. Es ist ein schöner Heiligabend, ich bekomme von den Würstchen ab und die Menschen lachen viel miteinander, auch über die Weihnachtsmänner und unseren Engel. Man braucht also keine vielen Lichter um fröhlich zu sein, sondern andere Menschen, die man so sehr mag, dass man mit ihnen teilt – ich denke das nennt man dann Liebe. Und ohne zu viel drumherum scheint Weihnachten ruhiger und friedlicher zu sein. Ich gebe meine Liebe jetzt mal an jeden weiter indem ich mich an jeden schmiege, auch an die Nachbarn. Ich bin gerade einfach so glücklich. Weihnachten scheint ein Fest des Glücks und Teilens zu sein, man bekommt die Hoffnung, dass durch Liebe und Freude alles gut werden kann, auch wenn der Strom mal ausfällt. Herr Papa hat die Hoffnung, dass es nochmal richtig schlimm schneit, damit er die Schneefressmaschine nicht umsonst gekauft hat.

„Stille Nacht! Heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht, lieb‘ aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund‘: Jesus in deiner Geburt.“

 

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2 Gedanken zu “Adventskalender Tag 24

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