Pisa

Schon 2 Tage in Pisa liegen hinter mir. Heute geht es für 2 Tage nach Florenz.

Tag 1: Der fing schon abenteuerlich und nervenstrapazierend an. 3 mal umsteigen um zum Flughafen zu gelangen, an sich nichts schlimmes auch gerade mit nur einem Rucksack als Gepäck. Doch die Zeiten um in den neuen Zug zu gelangen betrugen immer nur einige Minuten. Beim 2. Umstieg – fremder Bahnhof, 6 min Verspätung wodurch ich von den 7 min noch eine hatte… Ich war so dankbar das alles gelappt hatte und ich am Flughafen stand. Pisa empfing mich gegen 15 Uhr mit strahlend blauem Himmel. Ich machte mich zu Fuß auf den Weg in die Stadt, auf den Weg kam ich an einem Eis nicht vorbei. Ein Museumsbesuch, das Erkunden der Stadt, Aufenthalt im Park, Anschauen der Sehenswürdigkeiten wie dem schiefen Turm ließen die Zeit schnell vergehen.

Um 6 wohnte ich einer kleinen Andacht bei, die gerade in der Kirche die ich mir anschaute stattfand. Am schiefen Turm führte ich ein längeres Gespräch mit einem jungen Italiener, der auch mit Rucksack unterwegs war, nachdem wir Fotos des anderen gemacht hatten.

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Ich hatte geplant die Nacht im freien zu verbringen, die Temperaturen waren wie gegeben dafür, und das tat ich auch. Zuerst packte ich für 2 h in der Nähe des Bahnhofs meinen Schlafsack aus, doch diesen Platz räumte ich gegen 24 Uhr aufgrund der unzähligen Mücken. Ich schaute mir den schiefen Turm bei Nacht an, was sehr zu empfehlen ist, weil er umso mehr mit seiner hellen Fassade leuchtet und schlenderte noch etwas durch die Gassen, beobachtete eine Studentenparty und das Nachtleben von Pisa, welches doch sehr ausgeprägt ist. Gegen 3 ließ ich mich auf einer Bank an einem Platz mit Denkmal nieder. Es gibt bequemere Plätze aber trotzdem schlief ich 3 h.

Tag 2: Ich beobachtete den Sonnenaufgang hinter dem schiefen Turm und verbrachte die Zeit bis 9 Uhr in einer Bar mit Kaffee und Hörnchen. Dann war ich bereit für den Aufstieg auf den Turm. Beim Treppen steigen nimmt man die Schiefe des Turms gar nicht so wahr, doch die Neigung der Aussichtsplattform macht es spürbar. Neben dem Turm stehen noch einige Gebäude, wie die Kathedrale, die ich auch besichtigte. Danach lief ich einmal quer durch die Stadt zum Bus der mich ans Meer brachte. Dort legte ich mich an den Strand, ging baden, schaute den Hafen an, genoss exzellentes Eis und holte mir etwas rötliche Farbe für meine Haut…

Nach dem wunderschönen Sonnenuntergang ließ ich den Abend mit Wein und Pizza ausklingen.

Im Restaurant sprach mich eine Kellnerin auf die Muschel an meinem Rucksack an, ob ich in Santiago war – wir kamen in Gespräch und sie erzählte mir, dass sie letztes Jahr auf dem Jakobsweg war. Die Nacht verbrachte ich auf einer Mauersitzbank in der Nähe des Strandes. Ich schlief gut. Gegen 7 nahm ich den Bus nach Pisa zurück. Die Betrachtung des Sonnenaufgang brach ich aufgrund des einsetzenden Regens ab. Nun sitze ich im Zug nach Florenz, wo mich die nächsten 2 Tage ein Hostel erwartet. Gestern spürte ich beim Realisieren wo ich mich befinde immer wieder einfach nur Freude darüber. Das Meer war einfach toll. So viel neues zu sehen und zu erleben, das ich klar komme und sich immer was ergibt ist schön. Angst habe ich keine, manchmal Bedenken, aber die sind ja da damit man mal genauer hinschaut was man vor hat. Immer wieder denke ich das ich einen verdammt großen Beschützer da oben habe.

4 Gedanken zu “Pisa

  1. Viel Spaß und viele schöne Entdeckungen auf Deiner Tour wünsche ich Dir.
    Dass man keine Angst haben muss, ist eigentlich auch so meine Erfahrung. Ein bisschen der inneren Stimme/Stimmung und dem großen Beschützer vertrauen – so kann man viel erleben.
    Freue mich auf Deinen nächsten Bericht.

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  2. Ein sehr schöner Bericht! Und Du bist eine ziemlich mutige Reisende, immerhin schlägst Du Dein Nachtlager einfach irgendwo auf, wo Du denkst, dass es passt. In Dir ist ein großes Vertrauen …

    Und Du bist glücklich im Moment, das ist zu spüren, und das spüren zu dürfen ist schön!!! Es soll so bleiben, liebe Elli. Das wünsche ich Dir!

    Ganz liebe Grüße!

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    1. Danke für den Kommentar! Ich denke wenn man kein Vertrauen hat oder nicht bereit ist es zu geben und vll auch mal enttäuscht zu werden, dann kann man nur enttäuscht werden. Vor allem auch von sich selbst. Sich selbst zu vertrauen, das verlangt so viel, vor allem Übung und Geduld, und doch kann man dadurch viel mehr im Leben erreichen habe ich bemerkt. Ich wünschte es gäbe eine Anleitung oder ein Rezept dafür, damit jeder Mensch das spüren kann.
      Ja das ist wahr und ich freue mich, das man es anscheinen herauslesen kann, denn umso besser ist wenn ich die Freude so etwas teilen kann. Ob es so bleibt weiß ich nicht, doch ich bin mir sicher das es selbst wenn es vorbei geht wieder kommt.

      Dir alles Gute und Liebe Grüße 🙂
      Wenn ich wieder zu Hause bin und sich die Zeit ergibt habe ich mir fest vorgenommen deine Beiträge nochmal genauer zu lesen 😉

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