Auf, auf

… nach Barcelona.

Ich habe die letzten Tage überstanden. Gestern stand die diamantene Hochzeit meiner Großeltern auf dem Plan – ich kann es kurz halten mit den Erläuterungen: meine Befürchtungen haben sich nicht bestätigt – ich bin nicht geplatzt! Es war ein schöner Tag mit Kaffee trinken auf dem Boot und einem Buffet was mich nicht überfordert hat. Die Tätigkeit Essen an sich hat sich nicht sorgenlos bzw. gedankenlos, aber leicht und problemfrei dargestellt. Die gesellschaftliche Atmosphäre war angenehm. Frühs gegen 9 Uhr zu Hause gestartet erreichten meine Schwester und ich es gegen 2 Uhr in der Nacht wieder. Die Heimfahrt stellte die größte Herausforderung dar: Wir bekamen in der Dunkelheit zwar eine wunderbare Lichtershow mit Blitzeffekten geboten, jedoch waren die Nebenerscheinungen Nebel, Regen und übernasse Fahrbahn alles andere als bewundernswert. Der Regen strömte nur so auf die Scheibe, das der Regenwischer alles hergeben musste und selbst das oft nicht geholfen hat (Trotzdem danke lieber Scheibenwischer, das du so hart gekämpft hast!). Das wir erschöpft und heilfroh zu Hause ankamen brauche ich nicht besonders zu betonen oder? Und wieso ist es in der Nacht eigentlich so duster?

5 Stunden Schlaf gönnte ich mir, dann verpasste ich meinem Koffer den letzten Schliff. 20 kg erlaubt das Flugunternehmen, ich (die eigentlich immer zu viel mit nimmt) habe 13 kg – ich glaube der Jakobsweg hat abgefärbt :D. Was ansteht? Ich fliege morgen als Betreuerin einer Behindertenfreizeit nach Barcelona. Darauf freue ich mich schon ewig! Sonne, Meer, 30°C – das tausche ich gerne für 10 Tage gegen das verregnete Hier ein. Wir sind dieses Mal eine kleine Reisegruppe: 4 Teilnehmer und 2 Teamerinnen (sonst waren wir 15 – 20 Leute zusammen). Es wird schön werden – 6 junge Menschen machen Barcelona unsicher…, lasst die Rollis rollen 🙂 Gerade bin ich auf dem Weg nach Paderborn – mit 4 Zügen in 4 Stunden. Dort lerne ich beim Vortreffen die Teamerin kennen die mit mir zusanmenfährt. Morgen früh geht es von dort nach Frankfurt zum Flughafen, wo wir unsere Teilnehmer treffen. Morgen um die Zeit genießen wir dann schon die Sonne. Ja ich mache mir auch Gedanken ums Essen, ja ich habe die Befürchtung zuzunehmen, ja ich werde häufig meinen Körper im Bikini zeigen – aber das sind alles nebensächliche Sorgen. Heute bin ich meinen 76. Tag kotzfrei und das zu nullen… Nein, das auszuführen bestrebt mich gar nicht. Es gibt vielleicht viel und ungesund oder anders zu essen, aber ich vertraue mir das ich das schaffen werde zu meistern, auch wenn es vll mit dem Bikinitragen nicht harmonieren will im Gehirn. Ich habe keine Angst oder Panik, vll ein bisschen Respekt, aber der ist für mich etwas positives. Körpergefühl? Ist mir gerade egal, ich freue mich einfach nur und bin gespannt auf die Truppe! Ich fühle mich innerlich gut und das zählt, ich habe und möchte und muss geben die nächsten Tage. Es wird auch anstrengend werden, doch meine körperliche Leistungsfähigkeit ist gut zur Zeit. Die Arbeit auf Freizeiten macht mir immer sehr viel Spaß, unterhalten und Freude teilen kann, ebenso wie die pflegerischen Dinge, das weiß ich. Manchmal ist die Person im Spiegel völlig egal, wenn man die Person sein kann, die man in sich trägt!

Wenn Zeit und WLAN vorhanden sind werde ich mal berichten. Jetzt erstmal ganz liebe Grüße aus dem Zug und ich schicke euch morgen ein paar Sonnenstrahlen 😉

Eure Elli

7 Gedanken zu “Auf, auf

  1. Ich wünsche Dir eine tolle und schöne Zeit und denke an die, die Du in Dir trägst, liebe Elli – die ist nämlich ein toller, offener, kämpfender und zugleich sehr empfindsamer und freundlicher Mensch. So vieeeel … 🙂

    Ganz liebe Grüße an Dich, und bitte nicht wundern, wenn ich ab Mitte der Woche für zwei Wochen „abgetaucht“ sein werde, da bin ich auf Urlaubsreise und die ist gewollt so gut wie internetfrei.

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  2. „Manchmal ist die Person im Spiegel völlig egal, wenn man die Person sein kann, die man in sich trägt!“ – was für ein schöner Gedanke! Den werde ich mir aufschreiben und bei Bedarf ins Gedächtnis rufen! Ich danke dir dafür 🙂
    Und ich wünsche dir eine schöne Zeit in Barcelona. Ich hoffe und glaube, dass du dort widergespiegelt bekommst, dass du für andere Menschen wichtig bist und dass das, was du tust und was dich ausmacht, so viel wichtiger ist, als bloße Äußerlichkeiten. Es tut gut, zu spüren, dass man gebraucht wird und ich wünsche dir, dass du das in Barcelona erleben kannst 🙂

    Gefällt 1 Person

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