Getanzte Gefühle

Wenn du den Kaffee statt in die Tasse erstmal schön daneben über deine Hand kippst… Wenn dein Handy urplötzlich der in der Müslischüssel steckt und du dich mehr darüber wunderst wo es gerade herkommt, als dich zu fragen, wieso es dir aus Händen gerutscht ist… Dann weißt du da war gestern Abend was. Und was da war: Ein toller, fröhlicher Abend 🙂 Ich habe erstmal selber über meine Verpeiltheit heute morgen schmunzeln müssen. Wer sitzt auch schon um 7 Uhr am Frühstückstisch, wenn er erst halb 4 rum im Bett lag? Die Antwort könnt ihr euch denken… Mein Körper ist es anscheinend einfach so gewöhnt und Hunger hatte er auch. Wenn der Magen knurrt kann ich nunmal nicht weiterschlafen. Dann sitzt man also Frühstückt, öffnet Facebook und weiß: Ja es war auch ein sehr lustiger Abend. – Fotoboxbilder mit Maskerade wie viel zu großen Brillen oder Hüten sind doch die Besten :p Gestern war wieder Kirmes angesagt. Genau wie letzte Woche Samstag musste ich auch gestern davor arbeiten, von 14 – 19 Uhr. Doch dieses Mal aß ich davor und danach. Davor gönnte ich mir nach einem Mittagssalat Eis. 4 Kugeln auf dem Weg zur Arbeit, wieso haben die immer so eine große Auswahl an Eissorten, da kann man sich doch nicht entscheiden… Aber es war ok, ich hatte noch viel vor und Eis ist einfach lecker und wenn es im Körper schmilzt ist es dann eh weg! Eis kann zwar auch schöne Fressanfälle einleiten, aber da war ich gestern weit entfernt davon. Die Arbeit war fordernd, es gab immer wieder Stoßzeiten zu denen es einfach zu viele Kunden gab (darf man das eigentlich sagen, wenn man was verkaufen will?), aber machte auch Spaß, weil ich mich super mit einer neuen Arbeitskollegin unterhielt (also wenn mal nicht so viel los war). Nach Feierabend holte ich bei meinem Sprint zum Bahnhof noch ein belegtes Brötchen und aß das dann ohne mir groß den Kopf darüber zu zerbrechen in der Bahn. Das ist wieder so etwas, dass hätte ich vor einem Monat nie gemacht und wenn doch dann habe ich mich gleich danach über die Toilette gehängt. In der Heimat angekommen, machte ich mich schnell fertig und dann ging es auch schon wieder los. Der Abend hätte wunderbar misslingen können, denn zum Einen sprang ein Exfreund herum und zum Anderen traf ich auf die Eltern meiner ehemals (während der Schulzeit) besten Freundin, welche einen Suizidversuch in der Abizeit unternommen hatte, der nicht so ganz anteilnahmslos an mir vorbeiging und meinen Lebenslauf bis heute mitgestaltet. Die Begegnungen waren vermutlich aufwühlend, doch ich ging ausgeglichen damit um und ließ mich nicht goß davon beeinflussen – ich tanzte. Ich tanzte meine Gefühle raus. Es gab auch Alkohol, aber diesmal traf dieser in meinem Magen auf einen saugfähigen Grund und wurde beim tanzen mit verbrannt. Gestern stellte ich mal wieder fest: ich liebe tanzen und es hilft (ob mit oder ohne Alkohol) mich gut zu fühlen. Da unser Verein stark vertreten war und ich auch so viele Leute kannte mangelte es mir nicht an Tanzpartnern und – partnerinnen. Ob Standard oder frei, ob zu Helene Fischer oder We will rock you – der Abend wurde mit viel Freude und Spaß durchgetanzt, dabei war mein Stresspegel nach dem Arbeitstag hoch gewesen und das Gehetzte nach Hause und unter Druck stehen durch verschiedene Sachen hatten ihn auch nicht gerade sinken lassen. Aber ich scheine meine Gefühle durch das Tanzen ganz gut kompensiert zu haben, natürlich hat auch die Gesellschaft viel ausgemacht. Es gab nämlich auch eine neue Bekanntschaft. Neben Alkohol und der romantischen Liedatmosphäre hat denke ich auch die vorhandene Anziehungskraft etwas zu unserem Kuss beigetragen. Damit hatte ich gestern morgen nun echt nicht gerechnet. Mal sehn was kommt. Heute wird ein etwas ruhigerer Tag. Meine Eltern verreisen heute mit 2 Geschwistern, somit sind nur Oma und ich im Haus. Vor einem Monat hätte Doris jetzt schon Luftsprünge gemacht – freien Spielraum für essen und kotzen rund um die Uhr, Fressanfälle, die ineinander übergehen – doch heute ziehe ich es noch nicht mal in Erwägung – ich fühle mich gut, müde aber ausgeglichen. Meine andere Schwester (beide waren gestern übrigens auch mit von der Partie) mit Freund kommt zum Mittag später vorbei. Mittag bei Oma normalerweise ein Problem und hat schon vorher Panik verursacht, weil zu viel Essen und nicht kotzen danach stand in der ausgeprägten Bulimiephase vor einem Monat gar nicht erst zu Debatte. a1e92ff22bd4d532049629de5b35b63f.jpgDoch heute freue ich mich irgendwie darauf 🙂 Ich weiß noch nicht mal was es gibt… Werde mich überraschen lassen – es ist kein Gefühl der Überforderung oder Unsicherheit vorhanden! Wo kommt denn diese Motivation bloß her? Heute kann der 29. kotzfreie Tag werden – krass oder? Schon fast einen Monat schon, wie ging das denn bitte so schnell? Und was sich alles verändert hat – ja heute sehe ich es und finde es nicht nur gut, sondern prima.

 

Ich wünsche euch einen schönen, erholsamen Tag und sende euch ein Lächeln, das ich gerade am liebsten einpacken und an jeden Menschen verschicken würde 🙂 (zum Auspacken oder aufheben für schwere Stunden – werde mir auch gleich eins noch einfrieren 😉 )

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8 Gedanken zu “Getanzte Gefühle

  1. Es freut mich, soviel positive Energie zwischen den Zeilen zu lesen 🙂 Verpeiltheit ist sehr sympathisch und mir fällt nicht ein einziger Grund ein, warum heute nur Tag 29 werden könnte und nicht wird 🙂 Ich bin stolz auf dich!
    Einen wunderschönen Sonntag!

    Gefällt 1 Person

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