beschützt gestürzt

Ich wollte zu viel heute morgen. Mindestens 3 Stunden Inliner fahren, um die gesamte letzte Woche aufzuwiegen und mir die Berechtigung zu schaffen heute etwas zu essen.  Ein Stein, eine Unebenheit… irgendetwas war, ich fiel – ca. 25 kmh wurden ausgebremst auf 0 kmh. Ein Zeichen – Gott gab meinen Schutzengeln den Auftrag: beschützen, nicht verhindern, es wirkt anscheinend nur noch die Holzhammermethode. Ich sollte einfach die letzte Woche ruhen lassen – akzeptieren, dass es gestern Nachmittag einen Eisbecher gab und dennoch ein üppiges Abendbrot… Annehmen, dass es ok ist, wenn mein Magen verdauen darf und ich vielleicht etwas zunehme. Es war die Bestätigung um die ich gebetet habe, die Bestätigung zu sehen, dass es ok ist, wenn ich trotz dem “vielen, verbotenen“ Essen keine Mahlzeit ausfallen lasse, die Bestätigung dafür, dass ich keine Berechtigung zum Essen brauche, weil ich die habe alleine dadurch das ich atme. Kaum gelegen, rollte ich langsam noch etwas benommen weiter – ja Herr ist verstanden, dann fahr ich jetzt nach Hause und esse wie geplant mein 2. Frühstück (leckere Melone :)). Doch zu erst versorgte ich meine AUAs. Alle haben was abbekommen, nichts großflächiges aber viele Stelllen, scheint fast so als hätte ich mich auch etwas dabei gedreht. Die Knie haben am wenigsten abbekommen, die linke Hand zieren Blutergüsse und der rechte Ellenbogen hat die größte Schürfwunde. Aber ich wäre nicht ich wenn ich dem allzu viel Bedeutung beimessen würde. Mein Kopf ist heil und laufen kann ich auch – schreiben leider etwas erschwert. Gitarre spielen, sonnen, PowerPoint und Referat vorbereiten, standen auf der ToDo Liste neben Inliner fahren und Essen. Es blieb nach etwas PowerPoint bearbeiten nur noch das Essen übrig, da mein Laptop meinte auch mal stürzen zu müssen… Auf sonnen mit den Wunden hatte ich auch kein Bock, sitzen und darauf warten das es Mittag wird und ich

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esse – ein ironisches Yay! Nichts machen, aber essen das war nichts für mein schlechtes Gewissen. Ich hatte Glück und verabredete mich mit einer Freundin zum Eis essen. Raus kommen und Eis essen und quatschen – ein ehrliches Yay! Hatte Doris mich am Morgen etwas zum Inliner fahren gedrillt – es war ein “Ich verbrenne jetzt Kalorien“ und nicht ein “Ich fahre gerne“ Inliner fahren – war sie bei dem Sturz vermutlich zerquetscht wurden. Die letzte Woche war abgehakt und trotz Verletzungen war mein Körpergefühl plötzlich prima (im Gegensatz zum Morgen). Kurze Hose, Top, Basecap ich fühlte mich wohl, ich war ich… vollkommen geerdet. Von total schick in Kleid mit Glitzerkette bis voll cool mit Mütze, ich habe einen breiten Kleidungsstil. Nicht weil ich mich nicht entscheiden kann, sondern weil ich einfach so bin, mal so mal so. Heute war ein cooler, lässiger Tag (Passte auch besser zum Verband :p). Wir verbrachten einen ruhigen, gechillten Nachmittag an der frischen Luft, lagen auf der Wiese, bekrabbelt von Ameisen und überzogen von leichten Wolken. Das Leben kann doch so entspannt sein. So wurde es doch noch ein gefüllter und erfüllter schöner Tag auf einer anderen Ebene der Produktivität – Gesellschaft statt Stress.  Ein Hoch auf die Spontanität!                       Was ist los heute? Ich versuche meine Gefühle mal bildlich auszudrücken. Ich schwamm erst im Meer mit Doris dem Kugelfisch, hielt mich an ihr fest, sie rief mich oder ich auch sie. Nun bin ich im Kampf von ihr weggeschwommen auf den Strand zu. Habe sie losgelassen und vermieden mich an sie zu klammern. Immer wieder habe ich sie mit aller Kraft weggestoßen. In den kotzfreien Tagen bin ich nicht mehr in Berührung mit ihrem Gift gekommen. Habe etwas festen Boden erreicht. Stand nun im Meer und Doris rief und winkte mir zu, sie war doch mein Halt, mein Haustier, was Hunger hatte… Doch ich wollte sie nicht mehr sehen, nicht mehr hören, nicht in Versuchung kommen sie zu streicheln – ich fing an mich zu drehen. Wollte Doris nicht mehr wahrnehmen, durch den Wind der Drehung nicht mehr rufen hören, es gab doch so viel anderes an Land. Aber auch zu viel aber egal. Hauptsache keine Doris. Ich drehte mich immer schneller und schneller, verlor die Orientierung. Hatte ich gerade angefangen mich zu finden durch den Kontakt zum Boden, schien ich mich nun wider zu verlieren, abzuheben, indem ich mich aus Sorge vor Doris allein auf das Drehen konzentrierte. Stress hallo… Tja nun kam ein Zeichen, ich stürzte, stolperte, wurde geerdet. Da sitz ich nun, aber nicht mit Blick zu Doris sondern mit dem Rücken zu ihr. Was kommt? Werde ich sehen… Jedenfalls gab es trotz Eis und allen anderen Mahlzeiten auch Abendbrot 🙂 War ok – ein leichtes schlechtes Gewissen (trenne ich von Doris), aber jetzt folgt ein gemütlicher Fernsehabend.

Und den wünsche ich euch auch! Liebe beschützte Grüße 😉

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7 Gedanken zu “beschützt gestürzt

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