Pfingsten

Der Name leitet sich von „Pentekoste“ ab, dass bedeutet so viel wie „der fünfzigste Tag“, denn das Geschehen findet genau 50 Tage nach Ostern statt.

Pfingsten – das was mir sofort in den Sinn kommt, wenn ich daran denke, ist der Heilige Geist. Zu Pfingsten werden die Jünger, die die Jesus bis zu seinem Tod gefolgt waren von dem heiligen Geist besucht. Wer oder was ist das? „Ist das wie ein Gespenst?“ Fragte mich mal ein Kind in der Kinderstunde. Naja auf jeden Fall nicht so eins im Bettlakenlook, eher eine unsichtbare Macht. Ein unsichtbarer Wind, wie wenn ein Gespenst an die vorbeirauscht nur das du das Gespenst nicht sehen kannst – so stell ich es mir vor. Doch der Windstoß zieht nicht an den Jüngern vorbei, sondern erfüllt diese. Und so ganz unsichtbar und unaufregend wird er in der Bibel auch nicht geschildert.

Apostelgeschichte 2,1-4: „Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in anderen Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.“

Die Jünger hatten Angst und versteckten sich regelrecht, denn Jesus war zu Ostern gestorben, zwar dann wieder auferstanden, aber jetzt trotzdem nicht mehr da, er war ja zu Himmelfahrt zu Gott gegangen. Der „Beschützer“ war weg… „Was nun?“ eine Frage, die sich die Jünger garantiert stellten. Erzählen von Jesus, Gott, ihrem Glauben und Gefahr laufen gefangen genommen zu werden? Oder sich verstecken und hoffen nicht mit Jesus in Verbindung gebracht zu werden, wenn man auf die Straße geht? Es war ein Spiel mit dem Feuer und dieses kam dann durch den heiligen Geist spürbar zu den Jüngern. Feuerflammen auf den Köpfen der Jünger so wird oft bildlich dargestellt. Was veränderte sich nun durch diesen heiligen Geist? Für mich ist es ein Wunder, in meinen Augen verändert sich die Einstellung der Jünger grundlegend. Sie bekommen neuen Mut, um den christlichen Glauben zu verbreiten und zudem die Fähigkeit in anderen Sprachen zu sprechen. Plötzlich in der Lage sein eine neue Sprachen zu sprechen, zu verstehen und verstanden zu werden, ist das nicht fantastisch? Mit dem heiligen Geist kam eine unsichtbare göttliche Kraft zu und, ja sogar, in die Jünger, die eine Veränderung bewirkte. Sie erkannten so ihren Auftrag, die Botschaft von Jesus in alle Sprachen in die Welt zu tragen und den christlichen Glauben, durch Sprechen, auf friedliche Weise zu verbreiten. Pfingsten gilt damit als Geburtsstunde der Kirche. Eine Kirche, die auf Gemeinschaft und Vertrauen gründet.

Pfingsten symbolisiert für mich Veränderung. Das Leben kann in neue Bahnen geleitet werden, wenn man der Hoffnung folgt, dem Vertrauen, dem heiligen Geist. Hoffnung speziell für mich auf ein verändertes Leben in Zukunft, ein Leben ohne Essstörung, ein befreites Leben, ein unbeschwertes Essen und Leben. Pfingsten trägt für mich die Bedeutung einfach mal etwas anders zu machen, sich zu trauen, den Mut zusammen nehmen und sich nicht hinter der Angst zu verstecken, einfach rauszugehen, zu riskieren und sich nicht einschüchtern lassen, sondern auf Hoffnung und die Liebe vertrauen. Und auch auf die Gemeinschaft, darauf, dass gerade gemeinsam eine bessere Welt möglich ist, auch das symbolisiert Pfingsten in meinen Augen. Dabei finde ich die Darstellung des heiligen Geistes in Form einer weiße Taube schöner.

Ich wünsche allen frohe Pfingsten,

viel Kraft, Mut und Hoffnung!

 

Eure Elli 😉

 

 

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