Es geschah, sie gab sich einfach hin, ließ es geschehen – wieso kämpfen? Was macht schon ein Tag mehr – was ändert schon einmal mehr – alles war so sinnlos, widerstehen oder hingeben es machte keinen Unterschied. Kurz danach spürte sie die ersehnte Erleichterung, bevor die Scham- und Schuldgefühle sie erreichten. Es war nur einmal – etwas woran sie sich klammert – es ist eine Verbesserung oder? Einmal hing sie über der Toilette, dann hörte sie auf. Doch musste es sein? Nein, aber nun kann es nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Den ganzen Nachmittag (seit 13 Uhr) hing ich in den Seilen – zum Absturz bereit, müde und unmotiviert. Mir ging es nicht schlecht, am Morgen fühlte ich mich stark, gut gelaunt, motiviert, ich spürte Kampfgeist, war bereit die Welt zu retten und das schon um 6 Uhr morgens! Ich wollte versuchen den lauten negativen Gedanken im Kopf zu widerstehen – bis um 3 schaffte ich es – es lief gut. Ich aß Frühstück, ging in die Uni, aß dann Mittag zu Hause, ging spazieren, aß etwas Melone, legte mich nen halbes Stündchen hin – was war ich müde. Aber Müdigkeit ist keine Schwäche, Schlaf ist Kraft tanken, dennoch kippte meine ganze ganze Welt nach dem Schläfchen. Wie benebelt auf der einen Seite, wie als hätte ich Tage verschlafen auf der anderen Seite fand ich mich im Fressanfall wieder. Nun sitze ich hier wieder an der Uni und weiß nicht wie ich auf der einen Seite die Gefühle des Versagens, wüsste gerne mal wieso sie heute so viel gewaltiger sind als die letzten Tage…, in Schach halten soll und auf der anderen Seite wach der Vorlesung folgen soll. Ich bin einfach nur im Eimer. Ich fühle mich in meiner Haut unwohl und auch außerhalb will ich heute einfach keine Ruhe finden. Aber es ist halt so… Es ist nur ein Tag, ein nicht ganz so schöner Tag, aber auch der wird vergehen. Annehmen, akzeptieren und darauf aufbauen. Wenn ich das doch nur gerade spüren könnte – diese Zuversicht, wo ist denn die Hoffnung? Und Wolken verdecken die Sonne – benebelt halt.

Wünsche euch anderen da draußen mehr Motivation und Sonnenschein am Abend!

6 Gedanken zu “

  1. Du denkst, dass du dich im Kreis drehst, immer wieder, die gleiche Stelle. Aber so ist es nicht, es geht spiralförmig. Auch wenn du denkst, du bist nicht vorwärts gekommen, so bist du doch höher als zuvor.
    Geh weiter, einen Schritt vor den anderen. Nur wenn du dich umdrehst, siehst du deinen Weg.

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  2. Versuche, das gute im Tag hervorzuheben. Du hast bis 15 Uhr ohne Doris ausgehalten. Das ist eine tolle Leistung!! 🙂 Morgen schaffst du es vielleicht bis 16 oder 17 Uhr. Step by step. Man fühlt sich wie in einem Sog, aus dem man nicht herauskommt. Aber du wirst Schritt für Schritt rauskommen. Denke an Deine 5 kotzfreien Tage. Das war so eine großartige Leistung von dir! Mach Dir kleine Ziele, aber gib bitte nicht auf! Dafür bist du zu wertvoll ❤ Alles Liebe!

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