Tag 48 (09.03.) – ab nach Hause 

Madrid – Berlin – Erfurt – zu Hause 

Gegen halb 2 in der Nacht startete ich in dem Hostel. Mit Schlaf war bis dahin nichts gewesen, immer wieder kam ein Neuankömmling in das 10-er Zimmer oder die anderen von einer Bartour zurück. Auschecken, eine halbe Stunde zum Bus laufen, eine halbe Stunde Bus fahren, am Flughafen einchecken, warten und etwas dösen dabei. Ich machte es mir relativ bequem auf den Wartestühlen, nickte immer mal wieder weg, holte mir dann doch einen total überteuerten Kaffee am Automaten, dachte darüber nach, dass das Abenteuer, die Pilgerreise nun endgültig zu Ende ist und war einfach nur müde. So schlief ich später auch die meiste Zeit während des Fluges, wenn nicht dann beobachtete ich watteartige, faszinierende Wolkenschicht. Da ich einen Fensterplatz bekommen hatte – beste Sicht – auch auf den orangeleuchtenden Himmel am Anfang des Fluges. Über den Wolken: blauer Himmel, hell, weiß, die Sonne strahlte, ein Gefühl der Wärme und Staunens beim Blick aus dem kleinen Fensterchen. Unter den Wolken: grau, kalt, keine Sonne, die Wolken über mir. Doch staunen tat ich auch – da sprach doch der Vati tatsächlich deutsch mit seinem Jungen in der Straßenbahn, die Durchsagen kamen auf deutsch und in den Geschäften ist Ostern. Was es ist schon bald Ostern? Wie ging das denn? Ach ja, ich war jetzt 48 Tage in Spanien unterwegs. Von Schokoladenhasen und – ostereiern war in Spanien noch keine Spur, auch Dekoartikel begegneten mir nicht. Das einzige Anzeichen nahm ich am Aschermittwoch in der Pilgermesse wahr. Dort wurden wir mit dem Aschekreuz gesegnet, bevor das Botafumeiro schwang. Wie cool und besonders es gewesen war gerade zum Aschermittwoch in Santiago in der Kathedrale in der Messe zu sein, wurde mir erst im Nachhinein bewusst. Flughafen, S-Bahn, Zug – da sitz ich nun und sehe gewohnte und doch unbekannte Landschaft vorbeiziehen. Das Ticket von Berlin nach Erfurt ist das Teuerste von allen bisher. Für 25 Euro fliegt man nach Spanien, aber zahlt innerhalb von Deutschland für den Zug 70 Euro – 1. das ist komisch und da kann doch was nicht stimmen und 2. da kommt man ja fast mit Schwarzfahren günstiger. Gegen halb 4 erreichte ich dann meinen Heimatort und wurde von meiner Familie mit einem tollen Plakat und anschließendem Kaffeetrinken überrascht und herzlichen Umarmungen und Freude in Empfang genommen. Hach ist das herrlich wieder zu Hause zu sein 🙂 Kaffee und nun Sekt… Da ist doch die Müdigkeit fast vergessen. 





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