Tag 4 – Im Dunkeln gegangen, im Dunkeln gekommen

Guillena – Castilblanco de los Arroyos – Alemaden de la Plata (17,4+30 km)

Im Hellen loslaufen? Kann ja jeder… Den Sonnenaufgang erleben war mein Plan. Ich startete um 8 an der Herberge, nachdem ich eine halbe Stunde benötigte, um alles in und an meinem Rucksack zu verstauen (ich verbesserte meinen gestrigen Rekord von einer Stunde). Da lief ich also los: im Dunkeln und mein Weg führte über ein unbeleuchtetes Brückchen und eine riesige Wasserpfütze danach, irgendwie fand ich meinen Weg und immerhin weiß ich nun: meine Schuhe sind wasserdicht. Es war schwer den richtigen Weg zu finden, denn sowohl Pfeile finden als auch Reiseführer lesen macht sich schlecht in der Dämmerung. Eine Taschenlampe? Ja habe ich, aber ganz weit unten in meinem Rucksack… Nie wieder starte ich so früh! War mein Gedanke. Als ich eine Weile dem Feldweg, der durch Baumwoll-und Olivenplantagen führte, folgte stieg die Sonne immer höher bis sie um 9 alles erleuchtete. Nach einer Weile erreichte ich das erste Dehesa (riesige Weidegebiete inklusive freilaufender Tiere). Nach den Pferden gestern begrüßten mich heute Kühe auf dem Weg. Mit ihren spitzen Hörnern warfen sie jedoch nur Blicke zu ala „Was machst du hier? Hast du nichts Besseres vor?“ Ähm nö…:p Es war ein schöner Weg, die Sonne schien und die Umgebung war wundervolle Natur pur. Als ich gerade von einer Pause wieder aufbrach hörte ich das Hola von Oliver. Wir gingen den restlichen Weg zusammen, wir redeten über alles mögliche. Zusammen standen wir dann in Castilblanco vor der verschlossenen Herberge. Oliver schloss sich meinem Entschluss an den Bus in den nächsten Ort zu nehmen, dieser fuhr jedoch erst halb sieben (dank Oliver war es kein Problem dies zu erfragen). Wir aßen etwas und hielten dann Siesta auf einem Kinderspielplatz. Gegen 19 Uhr erreichten wir dann Alemaden de la Plata. Den Sonnenuntergang hatten wir im Bus bewundern können. Nach einer halben Stunde sind wir in der Herberge angekommen. Gemeinsam ließen wir den Abend in einer Bar mit einem Bier und einigen Tapas ausklingen. Ich war froh dank dem Bus 30 km für nur 2,50 Euro zurück gelegt zu haben, denn einige Körperteile schienen mir zu sagen: „Was ist nur in dich gefahren? Dazu haben wir kein Bock…“ Dazu zählten mein Rücken (besonders die Bandscheiben), mein Knie und meine kleinen Zehen. Meine Kopf sagte: Oh man das kann ja wohl nicht wahr sein, wieso muss ich denn Schmerzen haben? Was habe ich denn falsch gemacht? Doch der nächste Tag schlägt nur mit 14 km zu buche und ich werde mich davon doch nicht unterkriegen lassen.

Mein Rucksack

Der Frühaufsteher sieht den Sonnenaufgang 😉

freie Kühe im Dehesa

 

Castilblanco

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