Vertrauen auf die Sonne

Den folgenden Text habe ich während der Zeit in der Klinik geschrieben. Doch er passt auch gerade jetzt zu meiner Situation. Ich habe schwierige Zeiten gemeistert und es liegen auch noch Schwierige vor mir, doch dies gilt genauso für wunderbare Zeiten. Ich habe ein wenig Vertauen gefunden und spüre es gerade, auch in den letzten Tagen war die Hoffnung präsent. Daran versuche ich festzuhalten.

Warmes türkisblaues Wasser,
leichte Wellen bewegen die Oberfläche, schwappen gegen meinen Körper.
Ich spüre sie, nehme das Gefühl von Wasser auf meiner Haut wahr,
nehme wahr, wie sich die Muskeln beim Schwimmen bewegen.
Ein Blick nach hinten lässt mich viele umschwommene Strudel registrieren,
auch auf dem vor mir liegenden Weg existieren sie,
jedoch scheinen sie etwas an Bedrohlichkeit verloren zu haben,
scheinen umschwimmbar zu sein.
Ich sehe die Richtung,
die Insel ist im leichten Nebel vor mir zu erahnen,
in der Ferne zwar, aber ganz klar zu erwarten.
Gewissheit – dass schwarze Pferd steht am Strand und wartet, ich kann es erreichen.
Der blaue Himmel bedeckt von Wolken,
helle weiße, aber auch graue Regenwolken und schwarze Gewitterwolken
hängen wie leise Vorboten über der kommenden Etappe.
Doch in meinem Herzen spüre ich das Vertrauen auf die strahlende Sonne hinter den Wolken.
Zuversicht – der Kugelfisch, mein giftiger Begleiter, wird mit der Zeit kleiner werden,
ja vielleicht sogar verschwinden.
An seine Stelle treten Delfine, die mir den zukünftigen Weg weisen.
Freudig und lebendig springen sie um mich herum aus dem Wasser.
Wassertropfen spritzen, fallen auf meine Haut, warm und sanft,
bilden die Erlösung von den harten, kalten Wellen.
Die Tropfen glitzern im reinen Sonnenschein.
Hoffnung – dass die Delfine auftauchen und mich unterstützen werden.
Es werden noch Zeiten des Sturms, des Regens, des Gewitters kommen,
werden die Sicht rauben,
einen dichten Nebel entstehen lassen.
Angst und Unsicherheit liegen in der Zukunft,
genau wie Freude, Vertrauen und Lebendigkeit.
Halte die Hoffnung fest und glaube an die Sonne hinter den Wolken,
aber warte nicht nur auf sie, sondern lerne im Regen zu tanzen!
Die schlechten Zeiten gehören genauso zum Lebenskreislauf, wie die Guten.
Auch auf der Insel, auf dem Rücken des Pferdes, wird nicht nur die Sonne aufgehen.
Es gilt mit derselben Lebendigkeit im Sonnenschein und im Unwetter zu galoppieren.

 

 

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